Hinter vielen E-Mails lauern Gefahren: Selbst die elektronische Post von Bekannten kann den Computer ohne deren Wissen mit Schädlingen infizieren. Beim Öffnen von E-Mails ist daher stets besondere Vorsicht geboten.

Erwartet man keine Post von unbekannten Absendern, sollten entsprechende E-Mails direkt in den Papierkorb wandern. Viele Kriminelle nutzen unter anderem angehängte Dokumente oder im Text verlinkte Internet-Seiten, um Zugang zu fremden Rechnern zu erlangen. Mit dem Öffnen der Datei installieren sich dann Schädlinge wie beispielsweise Trojaner, die geheime Daten und Passwörter ausspionieren und an den Absender weiterleiten. Dieser kann die gewonnenen Daten bequem nutzen, um beispielsweise Abbuchungen von Konten oder Shopping-Touren in Online-Warenhäusern unter falschem Namen zu unternehmen.

Doch selbst bei E-Mails von Freunden und Bekannten kann man sich nicht in Sicherheit wiegen: Versenden diese ihre Post von einem (viren-)infizierten Computer aus, geht im Anhang mitunter der Schädling auf Reisen und steckt weitere Rechner an. Speziell bei ausführbaren Dateien mit der Endung „exe“ und sogenannten Zip-Dateien im Post-Anhang ist also ein umsichtiges Verhalten gefragt, verstecken sich dort doch gern Viren. Allerdings sollten E-Mail-Empfänger auch bei jeglichen anderen Dokumententypen vorsichtig vorgehen, da selbst beispielsweise in PDF-Dateien oder Word-Dokumenten Viren positioniert werden können.

Schutz vor Infektionen bietet einerseits ein E-Mail-Dienst, der Anhänge direkt beim Empfang auf Viren überprüft. Viele kostenlose Mail-Provider bieten diese Möglichkeit an, betroffene Schriftstücke wandern entweder in Quarantäne oder werden direkt gelöscht. Eine installierte und regelmäßig aktualisierte Antiviren-Software beugt anderseits direkt am Computer Schäden vor. In Kombination mit anderen Programmen zum Aufspüren weiterer Schädlinge sichert sie den heimischen PC so weit wie möglich ab. Doch Vorsicht: Zwischen der Infektion mit einem Virus und der Erkennung und Behebung durch aktualisierte Software können mehrere Stunden vergehen, es entsteht regelmäßig eine gefährlich Sicherheitslücke. Deshalb ist trotz aller Schutz-Software ein umsichtiges Handeln des Nutzers gefragt.