Was auf dem ersten Blick wie eine kleine 3D-Spielerei ausschaut, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als klarer Fall für den Desktop der Zukunft. Nicht nur wenn Du Fan von Desktop-Tuning bist, wirst Du schnell auf den Geschmack kommen – ein wenig Extra-Leistung vorausgesetzt, eröffnet Bumptop Free ungeahnte Möglichkeiten. Jetzt auch in Deutsch.

Auf den ersten Blick erinnert Bumptop an eine Schachtel. Es stehen, wie bislang auch, eine Grundfläche und zusätzlich noch drei Wände zur Verfügung. Auf diesen vier Flächen können Desktop-Objekte nach Herzenslust positioniert werden.

Icons lassen sich thematisch oder nach Dateityp zusammenfassen, gruppieren und optisch voneinander abheben. Zusätzlich können an den Wänden Bilderrahmen aufgehängt werden, in denen man eine Diashow ablaufen lassen kann, was einen sehr schicken Eindruck macht. Hierzu kann wahlweise auf Social Communities, oder auf eigene Bilderreserven zurückgegriffen werden.

Auf Touchscreens ist Bumptop eine Klasse für sich, doch auch mit Maus und Tastatur vergisst man den herkömmlichen Desktop recht schnell. Im Detail:

Verschieben mit Physik
Das Verschieben der Objekte wird von einer Physik-Engine unterstützt, was zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Im Detail bedeutet das, dass schwungvoll bewegte Objekte bspw. von der Wand abprallen oder Bilder auch mal schief hängen können. Ausserdem können Objekte mit Schwung in eine Ecke gepfeffert werden, wenn man gut gezielt hat landen sie in einenm Ordner oder Stapel, wenn nicht prallen sie voneinander ab.

Das hört sich zunächst komisch an, sorgt jedoch wie im echten Leben auch für Bewegung auf dem Schreibtisch. Wer es sehr ordentlich haben will muss also auch entsprechend aufräumen – willkommen im Real Life Desktop. Die Physik lässt sich bei Nichtgefallen allerdings auch deaktivieren, was auf dem echten Schreibtisch leider nicht möglich ist.

Platzsparendes Konzept
Nicht nur, dass mit den zusätzlichen Wänden weitere “Lagerplätze” zur Verfügung stehen – nein, Objekte können auch zu Stapeln zusammengefasst werden. Hier ist ein wenig Vorsicht geboten, denn die unbegrenzte Stapelmöglichkeit fasst schnell mal 50 Objekte zusammen. Das ist höchst praktisch, kann jedoch bei schlechter Organisation schlimmstenfalls auch mal zu endloser Sucherei führen.

Beim Doppelklick auf einen Stapel kann der Inhalt in einem Raster angezeigt werden. Wie alles andere ist auch dieses Feature sehr schön anzusehen.

Damit nicht genug lassen sich gebildete Stapel auch noch auffächern. Hier zieht man den Stapel einfach in beliebiger Form über den Bildschirm und fächert damit die Positionen der Icons auf. Diese ziehen sich immer weiter auseinander und verbessern so Schritt für Schritt die Lesbarkeit der einzelnen Symbole.

Notizen inklusive
Genug gestapelt. Wer die Desktopsymbole aufgeräumt und Bilder an die Wand genagelt hat, der hat Platz für wichtige Notizen uvm. Notizen werden einfach per Rechtsklick auf eine freie Fläche und Auswahl des Punktes Notiz erstellt. Nach dem erfolgreichen Erstellen kann die Notiz, wie könnte es anders sein, irgendwo auf der Arbeitsfläche platziert werden oder zwischen Bildern und Videos an die Wand genagelt werden.

Details zu Bumptop
Angesichts der tollen Leistung ist der Bumptop Download ist gar nicht mal so groß: Nach ca. 10 MB Download kann der Spaß auf Windows XP, Vista und 7 schon losgehen. Bumptop ist nicht nur Fans von 3D-Spielchen mindestens einen Blick wert – wenns keinen Spaß macht lässt sich die Anwendung reibungslos wieder entfernen und der Desktop ist wieder ganz der alte.

System: Win XP, Windows Vista, Windows 7
Sprache: Deutsch

  Bumptop Free (9,6 MiB, 836 klicks)